• Typ: Podiumsdiskussion
  • Datum: 20.11.2025

Handeln gegen Antisemitismus zwei Jahre nach dem 7. Oktober. Ein Krisengespräch.

Die Radikalisierung des Antisemitismus lässt seit dem 7. Oktober 2023 nicht nach. Judenhass und projektive Israelfeindschaft haben zivilisatorische Hemmungen zerstört.

Die Radikalisierung betrifft Wahrnehmungen, Emotionen und Sprache, sie verändert die öffentliche und die private Kommunikation. Sie bedroht die Sicherheit von Jüdinnen und Juden. Realitätsverzerrungen, Hass, Gewalt und Gleichgültigkeit beschädigen und beschränken öffentliche, berufliche und private Räume.

Wie war und ist in dieser Situation Antisemitismuskritik möglich? Welche Fragen stellen sich für die historisch-politische Bildung? Vor welchen Herausforderungen stehen Schulen und Hochschulen? Welche Auswirkungen haben die aktuellen Entwicklungen auf Demokratie und Sicherheit? 

Welche Strategien entwickeln wir im Hinblick auf den enthemmten Antisemitismus und wie sehr belastet der Antisemitismus und seine Leugnung Bündnisse, die wir brauchen, um die Demokratie zu verteidigen?

Programm

Begrüßung:

  • Dr. Jens Binner, Direktor des ZeitZentrum Zivilcourage Hannover

Podiumsteilnehmende:

  • Mehmet Can, Fachleiter Gesellschaftswissenschaften Campus Rütli Berlin
  • Katarzyna Miszkiel-Deppe, Leiterin der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Niedersachsen (RIAS)
  • Apl. Prof. Dr. Angela Moré, Sozialpsychologin an der Leibniz Universität Hannover
  • Konstantin Seidler, Liberale jüdische Gemeinde Hannover und jüdisches Begabtenförderwerk ELES
  • Katrin Unger, stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Leiterin der Abteilung Bildung und Begegnung 
  • Dr. Gerhard Wegner, Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens und gegen Antisemitismus

Moderation:

  • Charlotte Trottier, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Bildung und Begegnung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen; Co-Projektleitung „Gesellschaftliche Perspektiven gegen Antisemitismus“ 
  • Enno Stünkel, Fachbereichsleiter Politische Bildung vhs Celle; Co-Projektleitung „Gesellschaftliche Perspektiven gegen Antisemitismus“

 

Über die oben genannten Fragen wollen wir in einem Podiumsgespräch gemeinsam nachdenken. Wir suchen den Austausch mit Akteur*innen der Zivilgesellschaft, der Gedenkstättenarbeit, der historisch-politischen Bildung, der Demokratiebildung in Schulen, mit Hochschulen, Behörden und Verbänden in Niedersachsen. 

Die Einladung richtet sich weiter auch an alle Interessierten. Nach dem Podiumsgespräch wird es bei einem Imbiss Gelegenheit zu weiterem Austausch und zur Vernetzung geben.

Um Anmeldung unter perspektiven@vhs-celle.de bitten wir bis zum 17. November 2025.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Projektes Gesellschaftliche Perspektiven gegen Antisemitismus des Celler Netzwerkes gegen Antisemitismus mit dem Zeitzentrum Zivilcourage Hannover. 

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