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Jahresbericht 2024

der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Editorial

Liebe Leser*innen,

das Jahr 2024 hielt große und schöne Momente für uns bereit, war an anderen Punkten aber ein herausforderndes. So hatten wir vielfach die Gelegenheit, bei Veranstaltungen unterschiedlichster Art Energie und Zuversicht zu sammeln. Dazu gehörte die Eröffnung der Ausstellung „‘…auf deutschem Boden für die ganze Welt.‘ Niedersachsen im Nationalsozialismus“ im Niedersächsischen Landtag gleich zu Beginn des Jahres (S. 46/47). Besonders war das Jubiläum der Stiftung im November, zu dem viele Kolleg*innen, Freund*innen und Unterstützer*innen nach Hannover angereist waren. Wir schauten gemeinsam auf die vergangenen zwanzig Jahre, diskutierten, wie die Arbeit in Zukunft gestaltet werden soll, und feierten einfach das Miteinander (S. 6/7). Gute und bereichernde Projekte brachten interessante Erkenntnisse mit sich, die in die tägliche Arbeit einfließen werden.

Zugleich setzte sich die Entwicklung fort, dass antisemitische, rassistische und antiziganistische Aussagen und Gewaltakte offen in der Gesellschaft sichtbar waren. Auch die Arbeit der Gedenkstätten und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit wurden massiv in Frage gestellt. Die Mitarbeiter*innen unserer Gedenkstätten waren – wie alle Kolleg*innen in der Bundesrepublik – damit konfrontiert, gegen diese Infragestellung angehen zu müssen. An uns wird der Anspruch gestellt, Personen mit demokratiefeindlichen und rechtsextremen Einstellungen durch unsere Arbeit zu „bekehren“ – und das, während wir selbst auch von Anfeindungen und konkreten Angriffen betroffen sind.

Mit diesem Bericht möchten wir Ihnen einen Einblick in die vielfältige Arbeit der Stiftung gewähren und Sie ein wenig an unseren Diskussionen teilhaben lassen. Dabei möchte ich mich für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr bedanken!

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre,
mit herzlichen Grüßen

Dr. Elke Gryglewski
Geschäftsführerin

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