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Truppenlager Belsen

Nazis mit Hakenkreuzflaggen beim Richtfest im Truppenlager Belsen
Richtfest im Truppenlager Belsen, Dezember 1935 © Stadtarchiv Bergen

Etwa zwei Kilometer von der heutigen Gedenkstätte entfernt befindet sich bei der Ortschaft Belsen ein großer Kasernenkomplex. Errichtet wurde die Kaserne in den Jahren 1935-1937. Mit dem Bau bereitete sich das NS-Regime auf den Krieg vor.

Bau des Truppenlagers

In den 1930er Jahren richtete die Wehrmacht mehrere Truppenübungsplätze ein. Darunter auch in Bergen.

Postkarte mit dem Motiv Hauptwache des Truppenlagers Belsen, 1936.
Postkarte der Hauptwache des Truppenlagers Belsen, 1936. © Sammlung Hinrich Baumann

Mit einer Fläche von über 280 Quadratkilometern war der Truppenübungsplatz Bergen das größte Neubauprojekt dieser Art. Genutzt wurde der Truppenübungsplatz zur Ausbildung von Panzertruppen. Am West- und Ostrand des ausgedehnten Geländes entstanden große Kasernenkomplexe für insgesamt 32 000 Soldaten.

Für den Bau dieser Truppenlager wurden Tausende Bauarbeiter benötigt, die in Barackenlagern in der Nähe der Orte Fallingbostel und Belsen untergebracht wurden. In den etwa 30 Baracken des „Heeresneubaulagers Bergen-Belsen“, die im Wald südlich der Baustelle aufgestellt wurden, waren bis zu 3000 Arbeiter untergebracht.

Nachdem die Truppenlager in Belsen und Fallingbostel 1938/39 fertiggestellt worden waren, standen die Unterkünfte weitgehend leer; einige wurden als Magazine genutzt, andere abgebaut. Nach dem deutschen Überfall auf Polen verwendete die Wehrmacht sie als Kriegsgefangenenlager.

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