Ein Rundgang zum Internationalen Frauentag mit Doreen Krohne.
Zum Internationalen Frauentag am 8. März nimmt die Gedenkstätte Bergen-Belsen die Frauen im ehemaligen Konzentrationslager in den Fokus. Übrigens: Der Internationale Frauentag war während des NS-Regime verboten, denn die Idee einer selbstständigen freien Frau ließ sich nicht vereinbaren mit der Nazi-Ideologie.
Bei seiner Errichtung im Frühjahr 1943 ist das Konzentrationslager als „Austauschlager“ geplant und so zunächst als Familienlager. Ab August 1944 wird im KZ Bergen-Belsen ein neuer Lagerabschnitt für weibliche Häftlinge errichtet. Viele der Frauen kommen aus Auschwitz und werden von dort zur Zwangsarbeit in andere KZ oder in die Außenlager Bergen-Belsens nach Unterlüß, Ovelgönne oder Bomlitz weitertransportiert. Unter diesen Frauen sind auch die Schwestern Margot und Anne Frank, die beide wenige Wochen vor der Befreiung in Bergen-Belsen verstorben sind.
Im Zuge des nahenden Kriegsendes werden andere Lager evakuiert, weshalb ab Ende 1944 nicht nur die Zahl der Frauen unter den Lagerinsassen ansteigt, sondern auch im Lagerpersonal. Die dem SS-Gefolge angehörenden Frauen verübten ihre Tätigkeit als Aufseherin freiwillig. In der Regel wurden sie im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück ausgebildet.
Neben der grundlegenden Entwicklung des Lagers soll es vor allem beispielhaft um die Lebensgeschichten der Frauen auf beiden Seiten gehen. Wie finden sie als Opfer oder Täterin den Weg zurück in ein alltägliches Leben? Werden Täterinnen zur Verantwortung gezogen? Welche Hürden gibt es für die Häftlingsfrauen in der Zeit nach dem Krieg?
Der Rundgang wird von der Pädagogin Doreen Krohne durchgeführt. Doreen Krohne war von 2005 bis 2024 vom Kultusministerium des Landes Niedersachsen als Lehrerin in den Besucherdienst der Gedenkstätte Bergen-Belsen abgeordnet.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist der Tresen an der Information im Dokumentationszentrum.
The organisers reserve the right to exercise their domiciliary rights and to refuse admission to or exclude from the event any persons who belong to right-wing extremist parties or organisations or who have made or continue to make anti-Semitic, anti-democratic, history-denying, nationalistic, racist or other inhuman statements, attitudes or visible signs.