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Football Contact Zones 2024 - Das Fußball-Community Labor

Anhand der teilhabeorientierten Formate der Football Contact Zones können sich unterschiedliche Zielgruppen niedrigschwellig mit den vereinenden und ausgrenzenden Aspekten des Fußballs auseinandersetzen.

Ansatzpunkt des Projekts

2024 fand die Fußball-Europameisterschaft der Männer in Deutschland statt unter dem Motto „United by Football. Vereint im Herzen Europas“. Bei vorherigen Europa- und Weltmeisterschaften gab es neben freundschaftlichen und vereinenden Momenten allerdings auch Debatten in der Öffentlichkeit darüber, inwiefern gesellschaftspolitische Themen im Fußball einen Platz haben sollten.

Spieler*innen und Fans wiesen im Stadion beispielsweise auf Diskriminierung von Menschen im Fußball sowie in der Gesamtgesellschaft hin, während Fußballverbände das teilweise als problematische politische Aussagen werteten und untersagten. Das Projekt “Football Contact Zones 2024 - Das Fußball-Community Labor” knüpfte als Modellprojekt an diese Debatten an und wurde in Städten wie Mönchengladbach, Hannover, Berlin, Frankfurt am Main und Dortmund realisiert.

Was ist eine Football Contact Zone?

Die Football Contact Zones werden als Pop-Up-Angebot zwischen ein und zwei Tagen an Orten errichtet, die für die Zielgruppen im Sozialraum relevant sind (wie zum Beispiel Fanmeilen, Vereinsgelände). Sie beinhalten vier verschiedene Stationen, an denen die Fragestellungen des Projekts mit unterschiedlichen Perspektiven aus dem Fußball ergänzt werden:

  • Was hat Politik mit Fußball zu tun? Welche Rolle spielen (demokratische) Werte im Fußballalltag?
  • Welche Rolle spielt Nationalismus in Fußball-Europa?
  • Welche gesellschaftlichen Gruppen kämpfen im Fußball um Anerkennung und Zugehörigkeit?
  • Wie lassen sich positive Kräfte im Sport stärken?

In den Football Contact Zones werden Perspektiven von Gruppen in den Vordergrund gerückt, die im Fußball unterrepräsentiert und/oder potenziell von Ausgrenzungsprozessen betroffen sind. Es werden weitere teilhabeorientierte Formate entwickelt und kombiniert – beispielsweise Begegnungsangebote, Kunstprojekte und Fußballturniere. Teilnehmende der Football Contact Zones setzen sich mit den Themen Vielfalt, Ungleichheit und Diskriminierung im Fußball auseinander und gehen der Frage nach, was die Themen mit ihnen selbst zu tun haben. Gleichzeitig können sie Ideen für ein gutes Miteinander im Fußball einbringen und somit die Football Contact Zones aktiv mitgestalten. Schüler*innen und Studierende können im Vorfeld zu Multiplikator*innen im Projekt ausgebildet werden. Sie vermitteln in einem Peer-to-Peer-Ansatz gemeinsam mit den Projekt-Hauptverantwortlichen die Projektinhalte.

Kooperation und Förderung

Das Projekt entstand in Kooperation mit Makkabi Deutschland e.V. und dem Institut für Didaktik der Demokratie der Universität Hannover sowie mit weiteren Partner*innen in den einzelnen Veranstaltungsorten.

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