Mehrtägige Angebote

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© Martin Bein – SnG

Mehrtägige Angebote ermöglichen den Teilnehmenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der Geschichte des Ortes sowie den damit verbundenen Themen von Gesellschaft im Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, KZ-System, Zwangsarbeit und Täter*innenschaft. Zudem erlauben sie mehr Diskussion und mehr Reflexion.

Über unsere mehrtägigen Angebote

Unsere mehrtägigen Angebote bieten den Teilnehmenden vertiefende Einblicke in die Themen der Gedenkstätte.

In unseren Angeboten vermitteln wir die Themen multiperspektivisch und mit größtmöglicher Methodenvielfalt, angepasst an die jeweilige Zielgruppe. So fördern wir eine individuelle Herangehensweise an die Thematik. Unsere prozessorientierte Arbeitsweise ermöglicht es, die Interessen der Teilnehmenden einzubeziehen und flexibel auf Bedarfe zu reagieren.

In allen Seminaren arbeiten wir mit historischen Dokumenten, Biografien und Zeitzeug*inneninterviews sowie intensiv mit der Dauerausstellung der Gedenkstätte. Wichtiger Bestandteil ist zudem die Erkundung des Außengeländes, ggf. können auch Sonderausstellungen vor Ort in das Programm einbezogen werden.

Ziel ist es, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, eigene Standpunkte in der Auseinandersetzung mit der Geschichte und ihrer Bedeutung für die Gegenwart zu finden und weiterzuentwickeln. Zudem möchten wir dazu anregen, eigene Fragen zur Geschichte und deren Kontinuitäten bis heute zu stellen und gemeinsam mit den Teilnehmenden Antworten zu finden.

Alter und Gruppengröße

Mehrtagesprogramme der Gedenkstätte sind auf drei Tage angelegt und richten sich an Jugendliche ab 14 Jahren sowie Erwachsene. Die mehrtägigen Angebote bieten wir für Gruppen ab 10 Personen bis zu einer maximalen Gesamtgruppengröße vom 60 Personen an.

  • Das Seminar vermittelt umfassend die Geschichte des Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen sowie des im Anschluss für die Überlebenden eingerichteten Displaced Persons Camps. Die Geschichte des Ortes wird dabei eingebettet in den Kontext des Nationalsozialismus, der Gesellschaftsgeschichte und des Zweiten Weltkriegs. 

    Das Seminar setzt sich aus einer Reihe von Bausteinen zusammen, die je nach Alter und Kenntnisstand der Teilnehmenden angepasst und variabel gestaltet werden bezüglich Dauer, Methodik und inhaltlicher Tiefe. Dazu gehören Grundzüge der Geschichte des Nationalsozialismus und Zweiten Weltkriegs, der Ausgrenzung und Verfolgung, der Deportationen, des KZ-Lagersystems, der Geschichte des Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen, der Zwangsarbeit, der Geschichte des Displaced Persons Camps, der Verfolgungskontinuitäten, der Geschichte der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Erinnerungskultur.

    Übergreifend regt die Beschäftigung mit verschiedenen Täter*innen und Tatbeteiligten dazu an, sich mit den Motivationen für das jeweilige Handeln zu beschäftigen sowie Handlungsoptionen, Fragen von Schuld und Verantwortung zu diskutieren.

  • Das Seminar vermittelt umfassend die Funktionen, das Zusammenwirken und die Veränderungen Bergen-Belsens eingebettet in den Kontext von NS-Ideologie, Zwangsarbeit und dem Verlauf des Zweiten Weltkrieges. 

    Das Seminar setzt sich aus einer Reihe von Bausteinen zusammen und eignet sich vor allem für fortgeschrittene Gruppen. Dazu gehört die Rolle der Konzentrationslager als Verfolgungs- und Repressionsinstrument innerhalb des NS-Staates sowie deren Entwicklung und Umstrukturierung ab Mitte der 1930er Jahre und später des Krieges sowie das Austauschlager Bergen-Belsen mit seiner besonderen Funktion, Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft, Räumungstransporte, Todesmärsche und Kriegsendphaseverbrechen, Erinnerungskultur und Geschichte der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

    Methodisch vielfältig und anhand verschiedener historischer Quellen, Dokumente, Fotos, Zeichnungen und Biografien setzen sich die Teilnehmenden mit den genannten Inhalten auseinander sowie mit der Verwaltung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Sie erkennen Arbeitsteiligkeit als Merkmal in Konzentrationslagern und verstehen welche Organisationen als Täter*innen beteiligt waren, wie die Umgebungsgesellschaft, verschiedene Betriebe und weitere Institutionen in das System eingebunden waren und es unterstützt und getragen haben.

    Das Seminar regt dazu an, sich mit deren verschiedenen Motiven auseinanderzusetzen, um zu verstehen, dass die Konzentrationslager Teil eines gesamtgesellschaftlichen Kontextes waren.

Kontakt

Bitte beachten Sie: Für mehrtägige Angebote hält die Gedenkstätte gesonderte Termine bereit. Bitte fragen Sie bei Interesse nach.

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