Displaced Persons Camp Bergen-Belsen
Nach ihrer Befreiung durch die britische Armee am 15. April 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen in die nahegelegene ehemalige Wehrmachtskaserne gebracht und dort medizinisch versorgt.
Die aus ganz Europa nach Deutschland verschleppten KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter erhielten von den Alliierten den Rechtsstatus „Displaced Person“ (DP). Sie besaßen einen Anspruch auf besondere Fürsorge.
Nachdem die meisten Überlebenden in ihre Heimat zurückgekehrt waren, blieben in Bergen-Belsen vor allem Polen und Juden zurück. Für sie wurden im Sommer 1945 zwei DP-Camps eingerichtet.
Im polnischen DP-Camp Bergen-Belsen lebten bis zu 10 000 Personen. Es wurde im Sommer 1946 aufgelöst.
Im jüdischen DP-Camp Bergen-Belsen lebten bis zu 12 000 Personen. Es wurde nach der Auswanderung der meisten jüdischen Displaced Persons im Sommer 1950 aufgelöst.
Aufbau der Teilausstellung
Nothospital 1945
- Erste Hilfsaktionen der britischen Armee
- Hilfe durch zivile Kräfte
- Registrierung und Repatriierung
Polnisches DP-Camp 1945–1946
- Leben im polnischen Camp: Familie und Schule
- Leben im polnischen Camp: Presse, Kultur und Sport
- Rückkehr und Emigration
Jüdisches DP-Camp 1945–1950
- Leben nach dem Überleben
- Lebensbedingungen
- Familie
- Medienstation: Weiterleben zwischen Verlust und Neuanfang
- Jüdische Tradition und Religion
- Selbstorganisation
- Hilfsorganisationen
- Medienstation: Hilfsorganisationen
Jüdisches DP-Camp 1945 –1950
- Kollektives Gedächtnis und Neuorientierung
- Erinnern und Gedenken
- Ausstellungen und Dokumentationen
- „Unzer Sztyme“ – Jiddische Kultur und Öffentlichkeit
- Theater im DP-Camp Bergen-Belsen
- Sport und Unterhaltung
- Schule und Erziehung
- Berufliche Bildung
Jüdisches DP-Camp 1945–1950
- Politische Ziele und Emigration
- Politische Kämpfe der Juden in der britischen Zone
- Internationale Aktivitäten
- Illegale Emigration
- Der Fall Exodus
- Beginn der legalen Emigration
- Medienstation: Emigration
- Emigration und Auflösung des Camps
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